Kindertagesstätte

Schmusebacke

Die folgende pädagogische Konzeption

können Sie sich gerne als PDF herunterladen.


Pädagogische

Konzeption

der

privaten Kindertagesstätte

Schmusebacke

TRÄGER: Kerstin Krause

 

Krausestraße 44

15517 Fürstenwalde


Inhalt:

 

1.    Die Kindertagesstätte Schmusebacke                                                                          

1.1. Unsere Kindertagesstätte stellt sich vor                                                            

1.2. Die Geschichte der Kindertagesstätte                                                               

 

2.    Rahmenbedingungen                                                                                                    

2.1. Das Bauprojekt                                                                                                  

2.2. Das Gebäude und Gelände                                                                                

        2.2.1.  Organisation und Gestaltung der Räume                                               

        2.2.2.  Organisation und Gestaltung des Außengeländes                                  

 

3.    Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit                                                                

3.1. Gesetzliche Grundlagen                                                                                    

3.2. Unser Bild vom Kind                                                                                        

3.3. Kinder haben Rechte                                                                                         

3.4. Beschwerdemanagement für die Kinder                                                           

 

4.    Der/Die Erzieher/innen                                                                                                

4.1. Unsere Rolle                                                                                                      

4.2. Regeln für die Erzieher/innen                                                                           

4.3. Unser Team                                                                                                       

4.4. Zuständigkeiten in der Kindertagesstätte                                                         

4.5. Fortbildung                                                                                                       

 

5.    Unser Tagesablauf                                                                                                        

5.1. Kinderkrippe                                                                                                    

5.2. Kindergarten                                                                                                     

 

6.    Der Kita-Alltag                                                                                                             

6.1. Gesunde Ernährung                                                                                                   

6.2. Schlafen                                                                                                                     

6.3. Unsere Gruppen / Kitastruktur                                                                                  

6.4. Das pädagogische Konzept Situationsansatz                                                            

6.5. Spiel                                                                                                                           

6.6. Projektarbeit                                                                                                              

 

7.    Die Bildungsbereiche                                                                                                   

7.1. Körper, Bewegung und Gesundheit * Balancieren-Springen-Klettern-Entspannen   

7.2. Sprache, Kommunikation und Schriftkultur * Sprechen-Schreiben-Lesen          

7.3. Musik * Hören-Spielen-Singen-Tanzen                                                             

7.4. Darstellen und Gestalten * 100 Sprachen, um die Welt zu verstehen                                 

7.5. Mathematik und Naturwissenschaft * Neugierig sein-Erkunden-Untersuchen           

7.6. Soziales Leben * Das Selbst und die anderen - 2 Seiten einer Medaille           

 

8.    Die Eingewöhnung                                                                                                        

 

9.    Das Vorschulprojekt                                                                                                          

 

10.   Die Beobachtung und Dokumentation                                                                        

 

11.   Qualitätssicherung                                                                                                       

 

12.   Elternpartnerschaft – Eltern als Partner                                                                   

12.1.   Mitarbeit und Teilhabe von Eltern – Partizipation                                      

12.2.   Gremienarbeit  


     

1. Die Kindertagesstätte Schmusebacke

 

1.1. Unsere Einrichtung stellt sich vor                                                                                     

 

Die Kindertagesstätte Schmusebacke ist eine Einrichtung der Kinder-und Jugendhilfe gemäß Kindertagesstättengesetz des Landes Brandenburg (KitaG) und ist im Bedarfsplan mit 72 Krippen-und Kindergartenplätzen enthalten.

Gemäß der Betriebserlaubnis des Landesjugendamtes Brandenburg betreut die private Kindertagesstätte Schmusebacke Kinder im Alter von 0 – 6 Jahren zwischen 5.30 und 20.00 Uhr, entsprechend des jeweils abgeschlossenen Betreuungsvertrages.

 

Die Kinder sind unterteilt in:

-      24 Krippenkinder in 4 Gruppen

-      48 Kindergartenkinder in 4 Gruppen

 

1.2. Die Geschichte der Kindertagesstätte Schmusebacke

 

Im Herbst 1999 kauften wir das Haus in der Gersdorffstraße 7, in dem in den 50-iger Jahren eine Zahnarztpraxis war. Später (von 1960 – 1985) war die Betriebskrippe vom Reifenwerk in dem Gebäude untergebracht. Durch Umstrukturierung wurde die Einrichtung dann von der Stadt Fürstenwalde übernommen und es waren bis Mitte 1997 Krippen-und Kindergartenkinder in diesem Haus.

Das Gebäude wurde von uns (Kerstin & Harald Krause) mit viel Elan und neuen Ideen saniert und am 01.01.2000 eröffneten wir unsere 1.private Kindertagesstätte Schmusebacke.

Jedoch wurde das Haus sehr bald zu klein und wir kauften ein 2. Haus, das gegenüber der Straße lag. Das Gebäude bauten wir mit Hilfe vom Ingenieurbüro Schütte zu einer Kindertagesstätte um und es öffnete seine Türen am 01.07.2007.

Aufgrund der hohen und ständigen Anfragen nach Betreuungsplätzen in unseren 2 Häusern in der Gersdorffstraße 7 & 44 in 15517 Fürstenwalde, war Anfang 2014 der Gedanke gereift, ein großzügiges Gebäude auf einem weitläufigen Gelände zu errichten. Unter großen Anstrengungen und mit viel Eigeninitiative setzten wir diesen Gedanken um. Wir begannen am 01.Juli 2014 mit dem Bau der neuen 1250m² großen Kindertagesstätte auf einem 5000 m² großem Grundstück. Die feierliche Eröffnung der Kindertagesstätte erfolgte dann am 01.Februar 2015.

 

2. Rahmenbedingungen

 

2.1. Das Bauprojekt

 

Im Juli 2014 wurde dem Bauherrn, Harald Krause, durch das Bauamt Beeskow die Baugenehmigung für den Neubau der Kindertagesstätte erteilt.

Die Entwurfspläne (teilweise von Kerstin Krause) und die Bauleitung lagen bei dem Ingenieurbüro Jürgen Schütte GmbH, ansässig in der Karl-Marx-Straße 17, 15517 Fürstenwalde. Der Entwurf berücksichtigte in ausgewogener Weise die Grundsätze der elementaren Bildung und die Erfordernisse der zukünftigen Nutzung. Erwähnt sei hier insbesondere die Großzügigkeit der Räumlichkeiten, wie auch die zusätzlichen Räume * Kreativraum, * Bewegungsraum, * Kinderrestaurant und * Sauna.

Ebenso ist eine sehr anregende Gestaltung der Außenanlage zu erwähnen.

Am 01. Juli 2014 war der Baubeginn.

 

2.2. Das Gebäude und Gelände

 

Die Bauherren und das Ingenieurbüro Jürgen Schütte legten bei der gesamten Planung des Kindergartenneubaus großen Wert auf eine großzügige und gesundheitserhaltende- bzw. fördernde Gestaltung des Gebäudes. Große Fenster, um ausreichend Tageslicht zu haben, in den Fluren Lichtkuppeln, Fußbodenheizung im gesamten Gebäude, eine Sauna und die Küche, sowie ein Sozialtrakt für das Personal tragen zum Wohlbefinden bei.

Das Außengelände ist mit über 3000m² ebenso großzügig mit den verschiedensten Spielgeräten, eine Rollerbahn sowie einem Rodelberg angelegt wurden. Die verschiedenen Laub- und Obstbäume bereichern das Gelände um einen weitern Punkt.

Ein ebenso wichtiger Punkt war, dass wir Firmen aus unserem Heimatort Fürstenwalde und der Umgebung für unser Bauvorhaben engagierten.

 

2.2.1. Organisation und Gestaltung der Räume

 

Im Krippenbereich haben wir 4 Gruppenräume für je 6 Kinder. Immer zwei Gruppen haben einen Farbbereich, sowie einen extra Schlafraum. Jede Gruppe hat eine Garderobe.

Es gibt einen großen Waschraum für 4 Gruppen (24 Kinder) mit einer großen Waschlandschaft und Spiegeln, 3 Baby-Tiefspülbecken, einer Kindertoilette, sowie einer Dusche. Weiter befinden sich hier 2 Wickelkommoden mit je 12 Fächern wie auch 2 Waschraumwagen, ebenso für je 12 Kinder konzipiert. Diese sind mit Zahnputzzeug, Kamm und Handtuch für jedes Kind bestückt.

Ein weiterer kleiner Waschraum, für 12 Kinder mit 2 Baby-Tiefspülbecken, 2 Waschbecken, einer Wickelkommode mit 12 Fächern und einem Waschraumwagen, befindet sich ebenfalls im Krippenbereich.

 

Der Krippenbereich ist in folgende Bereiche gegliedert:

  • den roten Bereich - die Erdbeerbande,
  • den grünen Bereich - die Grashüpfer,
  • den orangen Bereich - die Möhrenzwerge.

 

In dem Gebäudeteil gibt es außerdem eine Sauna, die täglich von einer bzw. zwei Gruppen genutzt wird, Umkleideräume, WC und Dusche für Frauen und Herren, einen großen Personalraum, einen Wäscheraum mit 3 Waschmaschinen und 2 Trocknern, einen Reinigungsmittelraum, sowie Abstellräume.

 

Im mittleren Bauteil befindet sich der große Eingangsbereich mit einer großen Infotafel für Eltern, ein Kinderwagenraum, unser großer Bewegungsraum, das Gäste-WC, das Büro der Leiterin mit anschließendem Eltern-Besprechungsraum, sowie ein Büro für die technische Leitung/Qualitätsbeauftragte.

 

Im 3. Bereich befinden sich 3 Kindergartenräume, die ebenso in Farbbereiche unterteilt sind:

  • der blaue Bereich - die Blaubären,
  • der gelbe Bereich - die Sonnenkinder,
  • der lila Bereich - die Traubenwichtel.

 

Wie im Krippenbereich befindet sich hier auch einen großen Waschraum für 24 Kinder mit einer Waschlandschaft mit Spiegeln, 4 Kindertoiletten und einer Dusche. Es gibt weiter 2 Waschraumwagen für je 12 Kinder.

Ebenso gibt es einen kleineren Waschraum für 12 Kinder mit 2 Kindertoiletten, 2 Waschbecken und einem Waschraumwagen. Jede Gruppe hat ihre eigene Garderobe und es gibt Abstellräume.

Im 3. Bereich befindet sich weiter der Kreativraum mit einem großen beleuchteten Tisch und das Kinderrestaurant mit anschließender Küche. Im Küchenbereich befinden sich noch weitere Lagerräume, ein Umkleide-und Aufenthaltsraum, sowie ein Müllraum. Von außen zu erreichen ist der Hausanschlussraum des Gebäudes.

 

2.2.2. Organisation und Gestaltung des Außengeländes

 

·      Spiellandschaft „Tannenberg“ - Klettern, Rutschen, Kriechen, Hangeln usw. für die

        Kindergartenkinder

·      Spiellandschaft „Toni“ - Klettern, Rutschen, Kriechen usw. für die Krippenkinder

·      2 Wipptiere

·      Doppelschaukel

·      Wippe

·      Blumenschaukel für Krippenkinder

·      Wasserspielanlage mit großem Sonnensegel überspannt

·      Sandlabor

·      Sandkasten

·      Rodelberg

·      Rollerbahn über den gesamten Spielplatz

·      Obst – und Laubbäume, Beete

·      Gartenhaus für Außenspielgeräte

·      Wäscheplatz

·      Abgezäunter großer Parkplatz mit 10 Stellflächen

·      3 große Straßenlaternen

·      jeder Gruppenraum hat einen Ausgang für die beleuchtete Terrasse

 

Das gesamte Gelände ist mit einem 1,50m hohen Zaun umzäunt, inklusive einer Feuerwehrzufahrt.

  

3. Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit

 

Unsere pädagogische Aufgabe umfasst die Betreuung, Bildung und Erziehung des Kindes.

 

3.1. Gesetzliche Grundlagen

 

  • Kinder-und Jugendhilfegesetz (KJHG) und Sozialgesetzbuch (SGB VIII)
  • Grundsätze elementarer Bildung in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung im Land      Brandenburg
  • Grenzsteine der Entwicklung
  • Meilensteine der Sprachentwicklung

 

Weitere Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit sind:

 

  • Beller und Beller
  • Portfolio.


          

3.2. Unser Bild vom Kind

 

Die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder orientiert sich in unserer Kindertagesstätte am

Entwicklungsstand des Kindes. Jedes Kind unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und

Individualität, durch Temperament, Anlage, Stärken, Eigeninitiative und Entwicklungstempo. Daher sind

die Bedingungen des Aufwachsens bei jedem Kind individuell.

Mit unserem Leitsatz *Komm, wir gehen Deinen Weg* möchten wir unser Bild vom Kind zum Ausdruck

bringen, sowie unser pädagogisches Vorgehen und das Verhalten der Erwachsenen erläutern.


     *Komm*            steht für Willkommen sein, Anregung, Motivation, Impulse setzen

     *wir gehen*       steht für Begleitung, Hilfeleistung geben, Orientierung geben

   *deinen Weg*   steht dafür, dass das Kind uns zeigt, welchen Weg es geht, welche Schritte es als

                               nächstes in seiner Entwicklung macht.

*Komm* 

3.3. Kinder haben Rechte

 

Wir räumen den Kindern Rechte in unserer Einrichtung ein, die sie, im Rahmen des täglichen Ablaufes

und hinsichtlich ihres eigenen Entwicklungsstandes, durchsetzen und einfordern können.

Grundlage hierfür ist die Partizipation, die Mitbeteiligung der Kinder an den sie betreffenden

Interessen und Lebenswelten.

 

Folgende Rechte gehören dazu:


  • das Recht, so akzeptiert zu werden wie man ist,
  • das Recht auf aktive, positive Zuwendung und Wärme,
  • das Recht, in Ruhe gelassen zu werden, sich zurückzuziehen (im Rahmen unserer     Möglichkeiten),
  • das Recht, sich als Person auch gegen Erwachsene oder andere Kinder abzugrenzen,
  • das Recht auf einen individuellen Entwicklungsprozess,
  • das Recht auf Hilfe und Schutz vor gewalttätigen und zerstörerischen Zusammenhängen,
  • das Recht auf Auseinandersetzung mit Erwachsenen und Kindern,
  • das Recht auf ein Miteinander in der Gruppe,
  • das Recht darauf, aktiv, soziale Kontakte zu gestalten und dabei unterstützt zu werden,
  • das Recht, sich die Spielgefährten selbst auszusuchen,
  • das Recht auf selbstbewusste, verantwortungsbewusste und engagierte Bezugspersonen,
  • das Recht auf zuverlässige Absprachen und Beziehungen zu Erwachsenen,
  • das Recht, zu forschen und zu experimentieren,
  • das Recht, vielfältige Erfahrungen zu machen,
  • das Recht auf Phantasie und eigene Welten,
  • das Recht, die Konsequenzen des eigenen Verhaltens erfahren zu lernen, sich mit Forderungen auseinanderzusetzen,
  • das Recht auf überschaubare, sinnvoll nach kindlichen Bedürfnissen geordnete Räumlichkeiten,
  • das Recht auf eine Einrichtung, die der Lebenslage der Kinder, Eltern und Erzieherinnen entspricht,
  • das Recht auf eine vielfältige, anregungsreiche, gefahrenarme Umgebung innerhalb und außerhalb der Einrichtung,
  • das Recht auf Kooperation zwischen der Kindertagesstätte und dem Zuhause,
  • das Recht auf eine Essensituation, die entspannt und kommunikativ ist, auf Essen als gemeinsame Mahlzeiten,
  • das Recht zu lernen, die eigenen Bedürfnisse im Sinne einer gesunden Entwicklung zu regulieren,
  • das Recht auf Bildung,
  • das Recht Demokratie zu lernen,
  • das Recht auf Partizipation.

 

 

 

 

In der Umsetzung der kindlichen Rechte ist es wichtig, dass wir uns unserer Vorbildfunktion stets

bewusst sind und sie im täglichen Alltag mit den Kindern echt, d.h. authentisch umsetzen.


Wir sagen also, dass Kinder uns wichtig und lieb sind, weil:


                                             -   sie ehrlich und offen, unbekümmert und phantasievoll sind;

                                             -   sie unkompliziert denken und handeln;

                                             -   sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen und diese offen zeigen;

                                             -   sie die Zukunft unserer Gesellschaft sind.  



3.4. Beschwerdemanagement für die Kinder

Damit die Kinder Gelegenheit haben, ihre Grundrechte einzufordern, haben wir ein Beschwerde-

management eingerichtet.


  • Jedes Kind hat die Gelegenheit sich bei der Leiterin und bei dem/der Erzieher/in der Einrichtung zu beschweren.
  • Die Leiterin der Einrichtung nimmt regelmäßig an Gruppengesprächen in jeder Gruppe teil.
  • Über Handpuppen und (sogenannte) „Sorgenfresser“ können die Kinder in den regelmäßigen Gesprächsrunden ihre Sorgen und Probleme erzählen.         
  • Die Sorgenpuppen haben einen Reißverschluss am Mund, in den können kleine Zettel der Beschwerde hineingesteckt werden.
  • Die Beschwerden der Kinder werden in das Kinderparlament eingebracht und dort besprochen.
  • Die Einrichtung eines Kinderparlamentes wurde im ersten Halbjahr 2015 organisiert.

 

 

4. Die Erzieher/innen

 

4.1. Unsere Rolle

 

Wir begreifen uns als Wegbegleiter und Fürsprecher der Kinder über einen längeren und wichtigen

Zeitraum hinweg.

Unser Ziel ist es, den Kindern ein Umfeld und eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich wohlfühlen

und optimal in ihrem eigenen Tempo entwickeln können. Hierzu gehören viele Freiräume, aber auch

Regeln und Grenzen zur Orientierung und Sicherheit.

Dabei orientieren wir uns am Bild des Kindes.


4.2. Regeln für die Erzieher/innen

 

Wir haben folgende Regeln für unsere Erzieher/innen im Umgang mit den Kindern formuliert:


  • Wir nehmen das Kind mit seinen Stärken und Schwächen an und begegnen ihm mit liebevoller Achtung.
  • Wir bauen ein Vertrauensverhältnis zu ihm auf, hören zu und nehmen es ernst.
  • Wir beobachten seine Fortschritte und unterstützen es in seiner Weiterentwicklung, wenn es Hilfe braucht und möchte.
  • Wir geben dem Kind die Sicherheit, dass wir da sind, drängen uns aber nicht auf. Distanz und Nähe der Beziehung bestimmt das Kind und wir akzeptieren das.
  • Wir nehmen das Kind in seiner momentanen Befindlichkeit wahr.
  • Wir verhalten uns authentisch und machen dem Kind nichts vor.
  • So wie wir die individuellen Eigenheiten eines Kindes kennen lernen, lernt das Kind auch unsere kennen. Dazu gehören Vorlieben und Abneigungen, aber auch Stärken und Schwächen, Können und Unvermögen.
  • Wir sind in der Rolle des Vorbildes dessen, der etwas vorlebt. Hierbei wollen wir einheitlich sein, in dem, was wir denken und machen.
  • Wir sind Partner des Kindes, aber auch Ersatz für die Eltern, die gerade nicht greifbar sind.
  • Mitgefühl und einfühlendes Verstehen sind Grundvoraussetzungen für ein liebevolles und vertrauensvolles Verhältnis.
  • Wir stärken das Selbstwertgefühl und die Selbstständigkeit der Kinder.
  • Wir rücken die Stärken der Kinder in den Vordergrund und knüpfen daran an, um den Entwicklungsprozess individuell voranzubringen.
  • Im Spiel vertiefte Kinder, die den Zustand des „Fließens“ erreicht haben, wollen wir möglichst nicht stören.
  • Wir lernen von unseren Kindern und lassen uns auch belehren.

Unsere Rolle als Bezugsperson ist eine sehr umfangreiche und vielseitige. Das erfordert einen großen

persönlichen Einsatz, ein hohes Maß an Professionalität und immer genügend Zeit zur Reflexion und

zum Austausch mit den Kollegen.

4.3. Unser Team

 

Hauptverantwortlich in unserem Team ist die Leiterin der Kindertagesstätte. Sie ist für alle pädagogisch-

organisatorischen und inhaltlichen Fragen zuständig.

Unser Team setzt sich wie folgt zusammen:


  •   1  Leiterin
  • 10 Erzieher/innen in Teilzeit
  •   2  Köche
  •   2  Hauswirtschaftskräfte
  •   1  Hausmeister
  •   1  Gesundheits- und Krankenpflegerin
  •   1  Erzieherin in Ausbildung
  • Praktikanten in Ausbildung zum Sozialassistenten und Erzieher.


Alle Angestellten müssen bei der Einstellung ein erweitertes Führungszeugnis vorweisen. Dieses wird

alle 5 Jahre erneuert.

Von den staatlich anerkannten Erziehern liegen die Anerkennungsurkunden vor.

Der Personalschlüssel ist abhängig von der Belegungsanzahl, der Betreuungszeit, sowie dem Alter der

Kinder und unterliegt daher Veränderungen.

 

4.4. Zuständigkeiten in der Kindertagesstätte

 

Jede/r Erzieher/in hat neben der Erziehertätigkeit besondere Projektzuständigkeiten, wie Essens-

planung, Praktikantenbetreuung, Portfolio, Elterncafè, Sport- und Schwimmgruppe, Waldtage und vieles

mehr.

Die Hauswirtschaftskräfte, der Hausmeister und die Köche sind über den Tag hinweg für die Kinder

in ihrer Arbeit präsent. Sie sind für die Kinder ansprechbar und somit aktiver Bestandteil des

Kindergartenalltags.

Die Verwaltung der Kindertagesstätte wird durch den Träger/Leitung und einer Verwaltungsangestellten

ausgeübt. Diese sind die ersten Ansprechpartner für Eltern und Angestellte und an mindestens 2 Tagen

in der Woche in der Kindertagesstätte präsent.

 

4.5. Fortbildung

 

Alle pädagogischen Mitarbeiter nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil.

Jedes Jahr gibt es 2 Teamfortbildungen und jeder pädagogische Mitarbeiter nimmt zusätzlich an

mindestens einer Fortbildung teil. Diese dienen der Erweiterung der beruflichen Qualifikation.

Lesen von Fachliteratur, Besuche von Fachvorträgen, etc. sind selbstverständlich.

Die Köche nehmen ebenfalls an Fortbildungen teil.


5. Unser Tagesablauf

 

5.1. Kinderkrippe



5.2. Kindergarten


6. Der Kita – Alltag

 

6.1. Gesunde Ernährung

 

Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Inhalt im Alltag unserer Kinder!


  • durch die trägereigene Küche ist eine tägliche frische Essenszubereitung möglich, mindestens 2 x in der Woche werden wir mit frischem Obst und Gemüse beliefert
  • die Kinder sollen sehen, erkennen und auch riechen, was es zu den verschiedensten Mahlzeiten gibt
  • dieses wird ihnen durch das Beobachten der Köche ermöglicht und mit einer Tagesgerichtetafel     visualisiert
  • täglich frischer Salat, zu jeder Mahlzeit frisches Obst und Gemüse, sowie Vollkornprodukte und frische Kräuter gehören in unserem Haus zur gesunden Ernährung
  • zum Frühstück werden Kakao, Joghurttrunk, Milch und ungesüßter Tee gereicht
  • zum Mittag gibt es stilles Wasser und ungesüßten Tee
  • zum Vesper stilles Wasser und ungesüßten Tee
  • während des gesamten Tages stehen stilles Wasser und ungesüßter Tee zur Verfügung
  • der Speiseplan wird abwechslungsreich und häufig unter Berücksichtigung der Kinderwünsche gestaltet
  • in unserem Garten können die Kinder Äpfel, Birnen, Kirschen ernten, sowie Radieschen, Möhren usw.
  • Allergien, Diäten werden berücksichtigt


Die Ernährung soll gesund und vollwertig sein und die Kinder werden zu bewusstem Essen angehalten.

Sinnvoll für den Gruppenprozess sind Mahlzeiten mit bestimmten Regeln, die in einer entspannten

Atmosphäre und ohne Zwang stattfinden. Die Kinder dürfen alles essen, was angeboten wird (mit

Ausnahme bei Unverträglichkeiten). Sie müssen aber nicht alles ausprobieren und werden auch nicht

wiederholt dazu aufgefordert.

Als Zwischenmahlzeit wird eine sinnvolle Ergänzung zum Mittagessen geschaffen. Es steht frisches

Obst und Gemüse zur Verfügung und die Kinder dürfen trinken, wann sie wollen.

Süßigkeiten gibt es nur zu besonderen Anlässen.

Es wird von den Eltern erwartet, dass sie ihren Kindern keine Süßigkeiten mit in den Kindergarten

geben. Mit den Eltern werden Fragen der Ernährung besprochen.


6.2. Schlafen

 

Alle Kinder bis zum Alter von 4 ½ Jahren halten Mittagsruhe, sie werden nicht zum Schlafen

gezwungen.

Jedoch hat jedes Kind die Möglichkeit, regelmäßig zu schlafen. Besonders die jüngeren Kinder werden

mit hoher Sicherheit Mittagsschlaf machen. Die Krippenkinder können auch zu anderen Zeiten schlafen,

z. B. vor oder nach dem Frühstück.

In der Kindertagesstätte werden die Einschlafgewohnheiten der einzelnen Kinder berücksichtigt. Die

Schlafatmosphäre wird für die Kinder möglichst angenehm gestaltet, z.B. durch Lesen, Singen,

Kuscheln, Streicheln oder das Ermöglichen von Körperkontakt.

Die Ruhepause zur Mittagszeit im Haus soll von allen Kindern berücksichtigt werden. Alle Kinder

nehmen nach dem Mittagessen an einer Entspannungsphase von mindestens 30 Minuten teil. Kinder

ab 4 ½ Jahren, die danach nicht schlafen, bleiben wach und beschäftigen sich in der Leseecke oder im

Kreativraum.

Für die Einhaltung der Ruhe im Haus, ist es wichtig, dass Kinder die nicht schlafen, sich ruhig

beschäftigen (z.B. Bilderbücher ansehen, malen etc.) Die Beaufsichtigung der Kinder (Schlafwache)

wird von unseren Mitarbeitern durchgeführt. Die Erzieher sind jedoch ständig ansprechbar.


6.3. Unsere Gruppen / Kitastruktur

 

Unsere Kindertagesstätte besuchen 72 Kinder, welche in altershomogenen Gruppen sich wohlfühlen

und spielen können.

Es gibt 4 Gruppen im Alter von 0 – 2,10 Jahren, sowie 4 Gruppen im Alter von 2,70 – 6 Jahren.

Die einzelnen Gruppen werden in der Regel von einem/einer Erzieher/in betreut, jedoch sind wir

bemüht, in den Gruppen auch eine Praktikantenstelle zu besetzen.

Unsere altershomogenen Gruppen bieten Kontinuität und Stabilität von Beziehungen zu vertrauten

pädagogischen Fachkräften, die ihnen über einen langen Zeitraum erhalten bleiben.

Es können Erfahrungen mit gleichaltrigen Mädchen und Jungen sowie zu anderen Altersstufen gemacht

werden.

Sie lernen voneinander und das Sozialverhalten wird gefördert.


6.4. Das pädagogische Konzept Situationsansatz

 

Der Situationsansatz verfolgt das Ziel, Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft darin zu

unterstützen, ihre Lebenswelt zu verstehen und selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu

gestalten.

 

Inhalt des Lernens und der Bildung ist das vielfältige und widersprüchliche Leben der Kinder selbst, sind

ihre Erfahrungen und Fragen, ihre unmittelbaren Erlebnisse und die Herausforderungen, die ihnen

dabei begegnen.

 

Die Aneignung von Wissen und Können erfolgt durch Teilhabe am realen Leben, in dem Kinder als

handelnde Subjekte eine Rolle spielen, in dem die Aneignung von Wissen und Können für sie einen

Sinn und eine Bedeutung hat.

 

Die Erzieher und Erzieherinnen unserer Kindertagesstätte arbeiten nach diesem anspruchsvollen

pädagogischen Konzept und beziehen sich dabei auf die Grundsätze der elementaren Bildung.


Um den unterschiedlichen Bildungsbereichen der Grundsätze der elementaren Bildung gerecht zu

werden, orientieren wir uns an folgenden handlungsorientierten Grundsätzen des Situationsansatzes:

 

 

  • die Lebenssituation von Kindern und Familien –  also den Erfahrungsschatz, die Erlebnisse, Wünsche und Visionen der Kinder zum Ausgangspunkt der pädagogischen Arbeit zu machen,

 

  • den Kindern vielfältige Zugänge zu Wissen und Erfahrungen in realen Lebenssituationen zu verschaffen,

 

  • jüngeren und älteren Kindern im gemeinsamen Tun vielseitige Lernerfahrungen zu ermöglichen, Voraussetzungen zu schaffen, dass Kinder ihr Leben in der Kita aktiv mitgestalten können und Werte und Normen des Zusammenlebens im Alltag erleben,

 

  • die Eltern an der Erziehung und Bildung ihrer Kinder in der Kindertagesstätte zu beteiligen und die Arbeit transparent zu machen,

 

  • enge Beziehungen zum sozial-räumlichen Umfeld zu entwickeln,

 

  • die pädagogische Arbeit mit den Kindern zu planen und zu organisieren.

 

6.5. Spiel

 

„Das Spiel ist der große Freiraum zum Experimentieren, zum Erproben, zum Ausleben, zum Erholen von den Begrenzungen der alltäglichen Realität „

(Ulrich Baer)

 

Das Spiel stellt eine der Haupttätigkeiten im Alltag unserer Kinder dar. Das Fremde soll bekannt, Neues

entdeckt und ausprobiert werden. In den vielfältigen Erlebnismöglichkeiten des Spiels erschließt sich

das Kind seine Welt. Wir wissen, dass die Kinder kein vorgegebenes Ziel erreichen wollen, sondern

dass der spielerische Weg selbst das Ziel ist. Voraussetzung für die Selbsttätigkeit der Kinder im

Freispiel sind Räume, die mit den Kindern gemeinsam anregend gestaltet sind, ungestörte Zeit und eine

vertrauensvolle, gewährende Haltung der Erzieher/innen.

 

Wir unterscheiden zwischen dem angeleiteten Spiel und dem freien Spiel.

Beim angeleiteten Spiel begeben wir uns gemeinsam mit den Kindern in Spielsituationen, in denen wir

Anregungen geben oder Interessen von allen Kindern aufgreifen (z.B. Rollenspiele, Brettspiele, Basteln etc.).

Im freien Spiel haben die Kinder die Möglichkeit, nach ihren Bedürfnissen und mit ihrer Fantasie Kreativität zu entwickeln. Sie sollen auch einmal unbeobachtet und ohne Erwachsene spielen können.

Die Kinder bestimmen selbst die Regeln der Spiele, ihre Spielpartner, den Raum und die Materialien,

den Ablauf der Aktivitäten sowie die Inhalte des Spiels. Sie können sich ihren Spielort drinnen oder

draußen wählen. Im freien Spiel lernt jedes Kind soziale Kompetenzen zu entwickeln. Auf Wunsch der

Kinder leisten wir in der Spielphase Hilfestellungen und sind jederzeit Ansprechpartner.

Die Erzieher beobachten die Kinder in der Spielphase und nehmen wahr, womit die Kinder sich

beschäftigen. Die Ergebnisse der Beobachtung lassen Rückschlüsse auf die Bedürfnisse und die

individuelle Entwicklung zu. Sie werden im Team besprochen und sind u.a. Grundlage für die

Angebote/Projekte der Erzieher.


Quelle: Baer, Ulrich (2003) in: Kindergarten heute,33.Jg.H.5


6.6. Projektarbeit

 

Projektarbeit ist ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Diese behandelt längerfristig

einen Themenbereich aus dem Lebensumfeld bzw. der Lebenswelt der Kinder. Projekte werden

gruppenbezogen, gruppenübergreifend oder auch mit einzelnen Kindern durchgeführt und können sich

über mehrere Wochen oder sogar Monate erstrecken.

Unsere Aufgabe ist es, die Kinder mit vielfältigen Themen in Berührung zu bringen und sich

Bildungsgegenständen und Bildungsbereichen planvoll und gemeinsam mit den Kindern zuzuwenden.

Wir geben ihnen für das eigenständige Lernen Impulse, motivieren und unterstützen sie und geben

Hilfe.


Projektarbeit heißt für uns:

  • Kinder intensiv beobachten, um die Interessen aufzugreifen,
  • Themen gemeinsam mit den Kindern planen,
  • Projekte altersentsprechend gestalten,
  • Kinder sollen ihren Weg mitbestimmen,
  • gemeinsam nach Lösungswegen suchen.


In erster Linie greifen wir die Ideen und Interessen der Kinder, welche sich u.a. sehr gut im Spiel

erkennen lassen, auf und entwickeln daraus gemeinsam mit den Kindern ein Projektthema.

Bei der Zumutung von Projektthemen entwickelt das jeweilige Kleinteam Inhalte, welche für die Gruppe

gerade von Bedeutung sind. Die Erzieher erstellen eine Projektskizze, die der geplanten Durchführung

zugrunde gelegt wird. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Ideen und möglichen Aktivitäten

zum Projektthema.

Zum Ablauf eines Projekts:

Projekte werden nach bestimmten Phasen beschlossen, geplant und durchgeführt, die aber für

Abwandlungen und neue Ideen offen zu halten sind.


1.    Projektthema durch Aufgreifen oder Beobachtung entwickeln

2.    Planung des Projekts

3.    Einstieg in das Projekt

4.    Durchführung des Projekts

5.    Präsentation der Lernschritte

6.    Auswertung (Höhepunkt und Abschluss)


7. Die Bildungsbereiche

 

In den Grundsätzen der elementaren Bildung sind 6 Bildungsbereiche enthalten. Unsere Kindertages-

stätte schafft bewusst anregende Angebote für Kinder, um deren natürliche Neugier nach Wissen zu

stillen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich selbst zu Erleben und neue Erfahrungen zu sammeln.

Die Angebote werden je nach den Interessen der Kinder gestaltet. Wir möchten unseren Kindern auch

die Möglichkeit bieten, sich ein eigenes Bild von der „großen“ Welt zu machen.


7.1. Körper, Bewegung und Gesundheit*Balancieren-Springen-Klettern-Entspannen


Viele Unfälle entstehen nicht nur durch Bewegung, sondern durch Bewegungsmangel!

Unser Ziel ist es dem entgegenzusetzen:


  • Die Gesundheit der Kinder soll durch Bewegung erhalten und weiterentwickelt werden.
  • Es besteht eine Kausalität zwischen Motorik und kognitiven Fähigkeiten, die es durch Bewegung zu schulen gilt.
  • Die Wahrnehmung (die Aufnahme jeglicher Einflüsse durch unsere Sinne) soll durch Bewegung weiterentwickelt werden.

 

Sport und Spiel werden bei uns ganz großgeschrieben. Für die körperliche Betätigung gibt es in der

Kindertagesstätte einen Bewegungsraum mit guter Ausstattung an Sportgeräten für Kinder im Alter von

1 – 7 Jahren und einem Sportbetreuer.

Wir fördern besonders:


  • Koordination der Bewegungsabläufe
  • Rhythmusgefühl
  • Psychomotorische Entwicklung Konzentration, Emotionalität, Kognition, ganzheitliches Lernen

                                                            

Für die Praxis bedeutet das:

 

  • Kinder können ihren Bewegungsdrang täglich durch zusätzliches gruppenübergreifendes frühmorgendliches Spiel ausleben
  • täglicher Morgenkreis mit Bewegungs- und Kreisspielen
  • psychomotorische Angebote
  • Tänze
  • Bewegungsspiele sind im Tagesablauf ein fester Bestandteil
  • Spaziergänge
  • Wassergewöhnung durch Nutzung des Schwimmbades im Schwapp – erfolgt regelmäßig im           14-tägigen Rhythmus für Kinder ab 3 Jahren
  • 14-tägiger Waldtag für Kinder ab 3 Jahre
  • Wöchentliche Sporteinheit für alle Kinder, auch für die Kleinsten mit altersgerechten Übungen
  • Unser Spielplatz lädt zum Bewegen ein und bieten viel Platz und Raum um die Motorik zu schulen
  • Freies Bewegen nach Musik
  • Tägliche Ruhephasen mit oder ohne Musik
  • Gesunde Ernährung – eigene Küche, Obst, Gemüse, Wasser, Berücksichtigung individueller Ernährungsvorgaben (z.B. Allergien)
  • tägliche Zahnpflege – regelmäßige Kontrolle durch Zahnarzt
  • Prävention
  • regelmäßige und differenzierte Beobachtung, welche Stärken und Vorlieben es auf körperliche Ebene und bei der Einnahme der Mahlzeiten gibt
  • wöchentliche Nutzung der hauseigenen Sauna
  • je nach Wetterbedingung werden Angebote, Mahlzeiten und Spiel im Freien ausgeübt


Raumgestaltung und Spielanregungen:

 

  • Sportraum mit guter Ausstattung an Geräten für alle Altersgruppen nebst einem Sportbetreuer
  • Rollbretter, Seile, Bälle, Fahrzeuge, Gymnastikbälle
  • Kräutergarten, Gemüsebeete
  • Rückzugsmöglichkeiten zum Entspannen
  • Zahnpflegeutensilien
  • verschiedene Utensilien für Dekoration der Tische stehen zur Verfügung


Der tägliche Aufenthalt an frischer Luft ist uns sehr wichtig. Ein großzügiges Außengelände mit

ansprechenden Gerätschaften lädt unsere Kinder zu Spiel und Bewegung ein.

Dazu gehören:


  • Spiellandschaft „Tannenberg“ - Klettern, Rutschen, Kriechen, Hangeln usw. für die
  • Kindergartenkinder
  • Spiellandschaft „Toni“ - Klettern, Rutschen, Kriechen usw. für die Krippenkinder
  • 2 Wipptiere
  • Doppelschaukel
  • Wippe
  • Blumenschaukel für Krippenkinder
  • Wasserspielanlage
  • Sandlabor
  • Sandkasten
  • Rodelberg
  • Rollerbahn über den gesamten Spielplatz


Auch der nahegelegene Spielplatz am Waldemarplatz bietet viele Möglichkeiten, die wir gerne nutzen.


7.2. Sprache, Kommunikation und Schriftkultur*Sprechen-Schreiben-Lesen


„Man kann nicht nicht kommunizieren!“ Paul Watzlawick


Dort, wo Sprache und Sprechen Spaß macht,

als etwas Angenehmes erlebt und als etwas Freudiges erfahren wird,

wo Fantasie angeregt, wo Sprache etwas bewirkt

und das Kind durch Sprache an Veränderungen mitarbeiten kann,

wo also rege Kommunikation geschieht,

dort finden Kinder Möglichkeiten Sprache auszuprobieren.


Der Bereich Sprache unterteilt sich nochmal in verschiedene Bereiche, der nonverbalen Kommunikation

und der verbalen Kommunikation. Dabei durchgehen Kinder verschiedene Phasen wie die Lallphase,

2-Wortsätze bis hin zu ersten grammatikalisch richtigen Sätzen. Kinder benötigen die Sprache und

Kommunikation, um sich untereinander zu verständigen und ihre Bedürfnisse mitteilen zu können.


Für die Praxis bedeutet das:

 

  • tägliches Vorlesen
  • Bilderbuchbetrachtung, individuell oder in der Gruppe
  • Stuhlkreis - Gespräche, Lieder und Geschichten
  • Reime, Gedichte, Geschichten, Lieder,  Zungenbrecher, Erzählungen
  • Vorschulübungen (erste Übungen von Zahlen, Buchstaben)
  • regelmäßige und differenzierte Beobachtung, welche Stärken und Vorlieben es auf sprachlicher Ebene gibt
  • Morgenkreis
  • Fingerspiele, Schmuseverse, Kniereiter, Auszählverse, Namenspiele
  • Tischgespräche führen
  • mit Schreibgeräten, Fotokamera umgehen
  • Beobachtungsprotokolle – Sprachstandsfeststellung, Meilensteine der Sprachentwicklung und kompensatorische Sprachförderung im Jahr vor der Einschulung


Raumgestaltung und Spielanregungen:

 

  • Leseecke
  • Bücherregale
  • Materialmappe
  • Schreibecke mit unterschiedlichen Materialien
  • Urlaubskarten, Fotos, Aushänge
  • persönliche Erkennungsbilder
  • Eigentumsfächer, Garderoben und Geburtstagskalender


7.3. Musik*Hören-Spielen-Singen-Tanzen


Musik ist für Kinder eine Quelle

für reiche Empfindungen und großen Genuss.

Musik und musikalische Praxis haben einen positiven Einfluss auf

die geistige, seelische und emotionale Entwicklung von Kindern,

werden von diesen aufgegriffen und eigenständig genutzt.


Der Bereich Musik ist ein wichtiger Bestandteil im alltäglichen Leben der Kinder. Sie werden angeregt

selbst aktiv zu werden, Kreativität und Fantasie zu beweisen, in dem sie selbst musizieren, neue Tänze

entwickeln oder Lieder singen.

In unserer Einrichtung gibt es einen Musikwagen, der mit vielen verschiedenen Instrumenten, wie zum

Beispiel: Klanghölzer, Triangel, Handtrommel, Tamburin, Schellenring und vielen mehr bestückt ist. Dort

können sich die Kinder in verschiedenster Weise ausprobieren oder mit Unterstützung der Erzieher

musizieren.


Für die Praxis bedeutet das:

 

  • mit Singen alltägliche Pflegevorgänge begleiten
  • Zeiten der bewussten Stille schaffen
  • Singen, musizieren mit Instrumenten
  • Tanzspiele aus verschiedenen Kulturen
  • CDs hören
  • Theater - und Kinobesuche
  • Musikalische Rituale entwickeln
  • Tanz - und Bewegungsspiele
  • Tonaufnahmen in der Kita
  • Kinderlieder aus aller Welt hören und singen
  • Lärm- und Stilleempfindungen bewusst erleben
  • Instrumente selbst herstellen
  • regelmäßiges und differenziertes Beobachten, welche Stärken und Vorlieben das Kind auf musikalischer Ebene zeigt
  • musikalische Früherziehung durch die „Kinderklangwelt“ von Katrin Liebsch
  • Möglichkeiten vor Publikum aufzutreten (z.B. Oma-Opa-Tag, Weihnachtsfeier)


Raumgestaltung und Spielanregungen:

 

  • Zugang zu Musikinstrumenten
  • Entspannungsecke
  • Liederbücher
  • CD-Player
  • Alltagsmaterialien mit denen Töne erzeugt werden können
  • Platz zum lauten Toben und Tanzen
  • CDs


7.4. Darstellen und Gestalten*100 Sprachen, um die Welt zu verstehen


Körperkoordination macht Zeichenbewegungen möglich,

die Wahrnehmung verschiedener Reize ist anders für Handlungen;

Gestaltungsprozesse mit Materialien werden mit Worten und Begriffen

auch abstrakt fassbar.

Das Darstellen und Gestalten bieten eine besondere Chance

in der Unterstützung benachteiligter

Mädchen und Jungen.


Das Darstellen zählt zu den Grundbedürfnissen des Menschen selbst, seine Gefühle und körperlichen

Empfindungen auszudrücken und Reize zu verarbeiten. Dieser Bereich ist mit verschiedenen

Bildungsbereichen verknüpft, wie z.B. der Sprache. Wichtig ist es, dass es in diesem Bereich kein

Richtig oder Falsch gibt.

Das Darstellen setzt eine intensive Wahrnehmung und sinnliches Erfassen voraus. Dabei dienen

kreative Tätigkeiten dem Erfassen der Umwelt.


Für die Praxis bedeutet das:

 

  • täglich Zeiten für Gestaltungsprozesse einplanen
  • für die jüngeren Kinder erste Materialerfahrungen anbieten z.B. intensive Erfahrungen mit der Farbe
  • Materialerfahrungen mit Kleister, Wasser, Papier, plastische Materialien
  • Beobachtungen und Gestalten mit Licht
  • mit verschiedenen Pinseln, Stiften, beiden Händen, an einer Staffelei und an Tischen malen
  • kleine Theaterstücke mit Kindern und Erwachsenen inszenieren
  • verschiedene Künstler und ihre Werke kennen lernen
  • Bücher über Künstler und ihre Werke kennen lernen
  • Gemeinsam Skulpturen aus verschiedenen Material gestalten
  • Bauwerke aus verschiedenen Epochen entdecken
  • Fotos, Computerbilder, gemalte Bilder, Gedrucktes vergleichen
  • Collagen anfertigen
  • Handpuppenspiel, Fingerpuppen, Kaspertheater
  • Bauen mit verschiedenen Materialien, verschiedenen Bauwerke
  • Sammeln von Erfahrungen mit plastischen Material z.B. Knete, Ton, Erde....
  • regelmäßiges und differenziertes Beobachten, welche Stärken und Vorlieben das Kind beim Spiel, Darstellung und bildlicher Gestaltung zeigt
  • Besuche von Kirchen, Museen und Ausstellungen


Raumgestaltung und Spielanregungen:

 

  • Kreativraum mit einem Leuchttisch
  • Papier und Farben aller Art
  • Zugang zu verschiedenen Handpuppen, Fingerpuppen
  • Verkleidungswagen
  • Naturmaterialien sammeln und präsentieren
  • Perlen, Glitzersteine, Federn
  • verschiedene Modelliermassen, wie Ton, Knete, Wachs
  • Ausstellungsgelegenheiten: Bilderrahmen und besondere Wandflächen
  • Kaleidoskope und Prismen
  • Bilder von berühmten Bauwerken präsentieren, z.B. Theater und Türme
  • Finger – und Handpuppen


Kreativität und Austausch zwischen den Eltern, Großeltern, Freunden und dem Team, ermöglicht der

monatlich durchgeführte und angeleitete Bastelabend in unseren Kreativraum.

 

7.5. Mathematik und Naturwissenschaft*Neugierig sein-Erkunden-Untersuchen


Überall in seiner Umwelt trifft das Kind

auf Zahlen, Mengen und naturwissenschaftliche Phänomene,

die es interessieren und mit denen es sich ganz konkret

und auf seiner Art beschäftigen möchte.


In den Räumen gibt es Bildungsecken für Mathematik und Naturwissenschaften.

Wir haben dafür einen großen Forscherschrank, der mit den verschiedensten Dingen bestückt ist, wie

z.B. mit Mikroskope, Lineale, Sanduhren, Waagen, Lupen, Pinzetten, Murmeln und Steinen.


Das bedeutet für die Praxis:

 

  • Bekanntmachen mit Zahlen und Symbolen in der für das Kind bedeutsamen Wohnumgebung
  • Für das Kind bedeutsame Zeiten mit Zahlen und Symbolen verbinden
  • Geometrische Grundformen und Gegenstände aus dem  Alltagsleben in Verbindung bringen
  • Körperliche Sinneseindrücke mit abstrakten geometrischen Formen in Zusammenhang bringen
  • Metrische und kausale Systeme wie zeitliche Abläufe in der Tagesgestaltung verbalisieren
  • Bei Alltagshandlungen zählen
  • Abwiegen und messen
  • Zuordnen und verteilen
  • Knobel und Quizspiele, Tisch- u.a. Gesellschaftsspiele, die Zählen, Zuordnen, sammeln beinhalten
  • Geschichten, die einen Zahlenrhythmus in sich tragen; Abzählreime und Verse, Bewegungsspiele, Musik und Tänze, die Zählen, Zuordnen beinhalten
  • Tier- und Pflanzenpflege
  • Natur erkunden, Gartenarbeit anbieten
  • Warum - Fragen zulassen und Kinder nach eigenen Erklärungen suchen lassen
  • Vorlieben vergleichen und unterscheiden
  • Gespräche über Erfahrungen mit Kindern über Medien führen
  • Raum und Zeit für entdeckendes Forschen lassen
  • Jahreszeitliche Veränderungen in der Umgebung erkunden
  • Öffentliche Plätze entdecken
  • Gespräche über Abfall, Müll und Verkehrstechnik in der Kindertagesstätte, deren Umgebung führen
  • Naturgesetze erfahren und technisch - physikalische Funktionen erproben

 

Raumgestaltung und Spielanregungen:


  • Zahlen, z.B. aus Moosgummi
  • Dinge zum Abzählen, wie: Murmeln, Steinchen, Knöpfe u.Ä. aus dem alltäglichen Lebensumfeld

  • Bücher, Zeitschriften zu mathematischen und naturwissenschaftlichen Themen in kindgerechter Aufmachung

  • Lupen, Lineale, Maßbänder und Messbecher, Waagen
  • Sanduhren
  • Thermometer
  • Tafeln zur Wetterbeobachtung und ähnliche Dinge


Außerdem gibt es für die Kindergartenkinder alle 14 Tage einen Waldtag. Eine große Besonderheit

unserer Kita ist die Villa „Schmusebacke“, die sich in einem Waldgebiet unweit von Markgrafpieske

befindet. Dort findet man einen umgestalteten Bauwagen, ein großes Zelt und ein naturnah

umgestaltetes Umfeld mit diversen Spiel-und Beschäftigungsmöglichkeiten bei Wind und Wetter.

Unsere Kinder haben hier viele Möglichkeiten der Betätigung.


  • Die Möglichkeit sich in der freien Natur zu bewegen und zu spielen.
  • Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten.
  • Mit Naturmaterialien zu spielen und verschiedene Dinge zu gestalten.


Das alles auch mit/ohne fachlicher Anleitung. Die Kinder haben die Chance einen ganzen Tag an der

frischen Luft mit Spiel, Bewegung und Wissenserwerb durch Beobachtung und Erfahrung zu verbringen.

Uns als Team ist es wichtig, bei den Kindern schon früh ein Umweltbewusstsein zu entwickeln und

einen schonenden Umgang mit den Ressourcen der Umwelt anzuregen. Wir wollen mit den Kindern und

auch für sie die Natur unserer Heimat entdecken, beobachten und erhalten.

 

7.6. Soziales Leben*Das Selbst und die anderen - 2 Seiten der Medaille


Die sozialen Beziehungen sind Grundvoraussetzung aller Bildungsprozesse.

Ohne soziale Beziehung ist Bildung nicht denkbar.

Das Zusammenleben in der Kindergemeinschaft ermöglicht es

Mädchen und Jungen ihre Einzigartigkeit zu entdecken.

Hier liegt die Voraussetzung für das Erlernen von Demokratie und

den vorurteilsbewussten Umgang mit anderen

sowie das Akzeptieren von Werten,

religiösen Orientierungen und Weltanschauungen.


Dieser Bereich beinhaltet die Verbindung von Persönlichkeitsentwicklung und der Entwicklung sozialer

Beziehungen. Persönlichkeit erfahren unsere Kinder durch das Ausdrücken ihrer Bedürfnisse und

Interessen. Sie lernen Andersartigkeit kennen und achten. Jedes Kind erfährt Anerkennung und soll

lernen, Bezugspersonen zu achten. Es soll Grundprinzipien des Zusammenlebens in der Gemeinschaft

erleben und erlernen nicht wegzusehen oder zu verletzen.

Auch Streit beizulegen durch Gespräch und Verhandlung muss erst erlernt werden.

Ebenso erlernt werden Eigenschaften wie Rücksichtnahme und der Respekt vor dem Eigentum.

Den Kindern dabei zu helfen, Ihnen Vorbild zu sein und eventuelles Fehlverhalten zu korrigieren, stellt

sich das gesamte Team der Kindertagesstätte Schmusebacke zur Aufgabe.

Die Aufgabe der Erwachsenen sehen wir darin, den Kindern Unterstützung zu geben, eigene Wünsche

kennen zu lernen, aber nicht in den Vordergrund zu stellen und die Bedürfnisse und natürlich auch

Gefühle ausdrücken zu können. Genauso wichtig ist uns, dass Kinder erlernen, die Gefühle und

Bedürfnisse anderer zu akzeptieren.

Wir möchten, dass ihre Kinder gern zur Kindertagesstätte kommen, weil sie sich hier geborgen und

verstanden fühlen.


Für die Praxis bedeutet das:

 

  • individuelle Begrüßung und Verabschiedung
  • Gespräche im Morgenkreis und bei den Mahlzeiten über besondere Ereignisse
  • Gefühle erleben, zulassen und ausdrücken
  • Möglichkeit zur Selbstanschauung bieten
  • Raum geben zum Entdecken des Ichs
  • Körpererfahrungen sammeln
  • Kreative Spiele zur Selbstdarstellung
  • Traditionelle Kinderspiele, Verse und Reime, Lieder und Tänze
  • Jüngere Kindern klare Orientierungen für den Tagesablauf geben
  • mit älteren Kindern den Tagesablauf gemeinsam planen
  • Regelmäßige Auswertung mit den Kindern: Wer hat was in der Kita erlebt? Was war schön, was hat geärgert, geängstigt oder traurig gemacht?
  • Dinge des täglichen Bedarfs mit Kindern einkaufen
  • Verkehrsmittel kennen lernen
  • Gefahrenpunkte im Umfeld entdecken
  • Regeln und Grenzen in der Gruppe kennen lernen und verstehen
  • Normen und Regeln des Zusammenlebens in der Kita vereinbaren
  • Anderen zuhören, sich einfühlen können
  • Konflikte lösen, Kompromisse schließen
  • Unterschiede in den Interessen zwischen Kindern untereinander wahrnehmen und anerkennen
  • Entscheidungsstrukturen erkennen
  • Ideen entwickeln, Initiative ergreifen, andere Begeistern, sich durchsetzen
  • Neugierig und offen sein für Erfahrungen, Wissen und Informationen
  • Eigene Bedürfnisse, Interessen und Gefühle zum Ausdruck bringen
  • Sich zur Gruppe zugehörig fühlen; sich trauen, für die eigenen Rechte einzustehen und sich gegen Ungerechtigkeit zu wehren
  • Kritik äußern und annehmen
  • Medienerlebnisse mitteilen und im Spiel umsetzen
  • Regelmäßiges und differenziertes Beobachten, welche Stärken und Entwicklungsfragen es auf der Ebene der sozialen Kompetenz zeigt
  • Rituale zur Absicherung bereits gewonnener Fähigkeiten
  • Andere Kinder kennen lernen, Freunde finden und zusammen haben

 

Raumgestaltung und Spielanregungen:

 

  • Rollenspielzubehör
  • Handpuppen, Fingerpuppen, Puppen
  • Stoffbahnen, Tücher, große Kartons
  • Vielfalt an zweckfreien Materialien zum  Experimentieren und Gestalten
  • Kinderbücher und andere Medien in denen Grundgefühle im Kinderalltag thematisiert sind: Freude, Angst, Trauer, Wut, usw.
  • Raum, in dem Kinder ungestört miteinander verhandeln können
  • Abgeteilte, nicht sofort einsehbare Ecken und Nischen
  • Eigentumsfach für jedes Kind
  • Fotos von jedem Kind und vom Alltag
  • Ausstellungsfläche für eigene Arbeiten


8. Die Eingewöhnung

 

Spannend für Eltern und auch für die Kinder ist die Eingewöhnungszeit, weil meist „Neuland“ betreten

wird. Alle wissen noch nicht so recht, was sie eigentlich erwartet. Die Eltern kennen oft die Einrichtung

noch nicht (falls nicht schon Geschwister da waren). Auch für die Erzieher ist es eine wichtige und

spannende, aber auch anstrengende Zeit.

Ein neues Kind soll sich in der bereits vorhandenen Gruppe einfügen. Es muss sich nicht nur an einen

fremden Ort, nämlich der Kindertagesstätte, gewöhnen, sondern auch an andere Kinder und eventuell

auch an andere Zeiten bzw. an einen anderen Rhythmus.

Wir als Team, mit der Leitung an der Spitze, bemühen uns in dieser Zeit eine besonders ruhige

Atmosphäre zu schaffen, um jedem Kind einen guten Start in das Kindergartenleben zu ermöglichen.

Wichtig ist, dass Eltern und Erzieher gut zusammenarbeiten. Dies setzt gute Absprachen voraus, z.B.

über die Gestaltung des Tagesablaufes zu Hause und in der Kita, Essgewohnheiten und Essenzeiten

sowie den Schlafrhythmus.

Fremde Personen können bei dem Kind Stresssituationen hervorrufen, deshalb ist es uns wichtig zuerst

eine Beziehung zum Kind aufzubauen.

So beginnt die Eingewöhnungszeit bei uns am ersten Tag mit Mama oder Papa, in Ausnahme auch mit

Großeltern um 9:30 Uhr und endet um 10:30 Uhr. Der 2. Tag verläuft genauso. Mama oder Papa

bleiben während dieser Zeit in der unmittelbaren Nähe ihres Kindes. Der7die Erzieher/in wird

versuchen, Blickkontakt mit dem Kind aufzunehmen und eventuell auch Spielzeug anzubieten.

Das Kind soll erstmal die neue Umgebung erkunden. Die Aufenthaltszeit wird, wenn es klappt, ab dem

3. Tag immer ein wenig gesteigert. Ab und an dürfen Mama oder Papa dann auch schon einmal den

Raum und später auch das Kitagelände verlassen.

In dieser Zeit sollte sich das Kind dann schon vom Erzieher trösten lassen.

Ganz wichtig ist es für das Kind, dass sich die Eltern vor dem Losgehen beim Kind verabschieden. Die

Eltern können gerne ein Abschiedsritual für ihr Kind einführen. Die Erzieher können sich mit dem Kind

auch ans Fenster stellen und zum Abschied den Eltern winken.

In der zweiten Woche wird damit begonnen eine Mahlzeit in der Kita einzunehmen, entweder Frühstück

oder Mittag. Die Eingewöhnungszeit umfasst täglich höchstens 4 Stunden, in der Zeit von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr, ohne Mittagschlaf. Nach ca. zwei Wochen sollte die Eingewöhnungszeit beendet sein und

der/die Erzieher/in eine sichere Basis für das Kind darstellen. In Absprache kann die Eingewöhnungszeit auch verlängert werden.  


Hauptschwerpunkte bei der Eingewöhnung sind für uns:


  • das Kennenlernen der Kindertagesstätte
  • das Kennenlernen der neuen Bezugspersonen
  • das Kennenlernen des Tagesablaufes, der Rituale z.B. beim Toilettengang, bei den Mahlzeiten und den Spielzeiten.


9. Das Vorschulprojekt

 

Die Vorbereitung auf die Schulzeit erstreckt sich über die gesamte Zeit, die ein Kind in der Kindertages-

stätte verbringt. Sie ist als ganzheitliche Erziehung, die alle Entwicklungsbereiche beinhaltet,

zuverstehen. Hierzu gehören der motorische, emotionale, soziale und kognitive Bereich. Keiner dieser

Bereiche kann als einzelner gesehen und gefördert werden, sondern sie greifen immer ineinander. So

fördert z.B. das Kneten nicht nur die Feinmotorik unterschiedlicher Körperteile des Kindes, sondern

auch die Fantasie, das Selbstbewusstsein und das sozial-emotionale Verhalten.

Trotzdem ist für die Vorschulkinder eine Abgrenzung zu den jüngeren Kindern wichtig. Aus diesem

Grund bieten wir, im letzten Jahr vor Schulbeginn, einmal wöchentlich unser Vorschulprojekt an.

Gemeinsam mit den Kindern planen wir die Inhalte dieses Projekts. Ziel ist es, einen gleitenden

Übergang von der Kindertagesstätte zur Schule zu gestalten. Die Kinder sollen bestärkt werden, diesen

neuen Lebensabschnitt mit Freude, Selbstbewusstsein und Neugier zu begegnen.


Es geht dabei im Besonderen um:


  • Gruppenfindung (wer kommt in die Schule)
  • Ängste erkennen und wahrnehmen
  • Schule erfahrbar zu machen
  • Wissen über Räume, Personen und Strukturen vermitteln
  • Selbstständigkeiten fördern
  • Verantwortungsgefühl stärken
  • Selbstbewusstsein fördern


10. Die Beobachtung und Dokumentation

 

Als Unterstützung und Systematisierung unserer pädagogischen Arbeit begleiten wir die Kinder anhand

von standardisierten Beobachtungs- und Entwicklungsbögen. In regelmäßigen Abständen wird jedes

Kind durch seine/n Erzieher/in nach bestimmten Kriterien beobachtet. Diese Beobachtungen und

Eindrücke werden in einem standardisierten Bogen, sowie im Portfolio erfasst. Die Ergebnisse werden

den Eltern in einem individuellen Entwicklungsgespräch erläutert.


Mit den Entwicklungsbögen verfolgen wir zwei Ziele:


  • Wahrnehmung des einzelnen Kindes und seiner Bedürfnisse (wo kann der/die Erzieher/in den individuellen Entwicklungsprozess unterstützen)
  • die Früherkennung von Entwicklungsauffälligkeiten.


Grundlage hierfür sind die:


  • Grenzsteine der Entwicklung
  • Beller und Beller
  • Meilensteine der Sprachentwicklung


Bei der Durchführung und Handhabung dieser Beobachtungen orientieren wir uns an den Richtlinien

des Landes Brandenburgs.


11. Qualitätssicherung

 

Die Kindertagesstätte Schmusebacke hat im Jahr 2013 an der Fortbildung „Qualität mit Quecc in

Kindertageseinrichtungen – Wie gut sind wir?“ teilgenommen.

Daraufhin wurde unsere Einrichtung im Dezember 2015 von Quecc evaluiert. Im Januar 2016 haben wir

folgende Bewertung erhalten:


  • Träger                                 5 Sterne von 5 Sternen
  • Leitung                               5 Sterne von 5 Sternen
  • Pädagogische Arbeit:        4 Sterne von 5 Sternen


Im Dezember 2020 findet eine erneute Evaluation statt.


Unsere Qualitätsstandards überprüfen wir u.a. mit jährlichen Fragebögen, welche die Eltern ausfüllen

müssen.

Des Weiteren beschäftigen wir uns in Teamveranstaltungen mit folgenden Qualitätskriterien in den

Aufgabenbereichen:


  • Alltagsgestaltung
  • Spiel
  • Raumgestaltung
  • Beobachtung und Dokumentation
  • Erziehungspartnerschaft mit Eltern
  • Übergang zur Schule


Diese Qualitätskriterien bilden die inhaltliche Grundlage für die Verfahren der internen und externen

Evaluation.


12. Elternpartnerschaft – Eltern als Partner

 

Der Besuch unserer Kindertagesstätte ist für Eltern und Kinder ein großer Meilenstein im Leben. Der

Alltag verändert sich und meist ist die Kindertagesstätte die erste Unterbringung des Kindes außerhalb

der Familie.

Damit dieser neue Lebensabschnitt für alle befriedigend und positiv ist, streben die Erzieher/innen

daher aktiv die Zusammenarbeit mit den Eltern an:

Eine intensive, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern ist wichtige Voraussetzung für das

Wohlbefinden der Kinder und eine erfolgreiche Kooperation.


Elternpartnerschaft definieren wir folgendermaßen:


  • wir nehmen die Eltern als kompetente Partner des Kindes wahr
  • eine offene Beziehung und vielfältige Kommunikation zwischen Erzieher und Eltern soll auf der Basis der gegenseitigen Akzeptanz und des Vertrauens geschehen
  • das Wohl des Kindes soll dabei im Vordergrund stehen


„Ein vertrauensvolles Aufeinanderzugehen und eine wertschätzende Haltung

ist Basis für eine gute Partnerschaft“


In unserem Auftrag: “Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes“ bilden wir eine Gemeinschaft mit

den Eltern. Wir sehen die Eltern als kompetente Partner.


  • Die tatkräftige, sachkundige und mitgestaltende Unterstützung von Eltern sehen wir als große Bereicherung in unserer Arbeit, im familienergänzenden Sinn (Bildungspartnerschaft).
  • Eltern sind mitbestimmende Bildungspartner im Kitaalltag
  • In der Projektarbeit und Aktionstagen (z.B. Sandaustausch, Fahrten zum Kita-Urlaub) ist die Mitarbeit von Eltern sehr wünschenswert.


12.1. Mitarbeit und Teilhabe von Eltern – Partizipation

 

Um unsere pädagogische Arbeit transparent zu machen, nutzen wir folgende Möglichkeiten:


  • Tür- und Angelgespräche
  • Jährlich stattfindende Entwicklungsgespräche, bei Bedarf gerne mehr
  • Zwei Elternabende im Jahr
  • Themenelternabende nach Bedarf
  • Große Infotafel im Eingangsbereich sowie für jede Gruppe in der Garderobe - für Eltern-informationen
  • Unsere täglich aktualisierte Webseite: www.kita-schmusebacke.de
  • Elternfragebögen zur Qualitätssicherung (1x jährlich)
  • Aufnahmegespräch

 

12.2. Gremienarbeit


Kita – Ausschuss

 

Der Kita-Ausschuss ist ein wichtiger Bestandteil der Kindertagesstättenarbeit und unterstützt die

Zusammenarbeit von Eltern und Erzieher, sowie die Kita-Arbeit/

Belange pädagogischer und organisatorischer Art werden hier besprochen, protokollarisch festgehalten

und der Elternschaft zugänglich gemacht.

Der Kita – Ausschuss wird zu Beginn eines neuen Kita-Jahres für alle 3 Einrichtungen gewählt. Optimal

wäre es, wenn aus jeder Einrichtung 2 Eltern gewählt werden. Der Kita – Ausschuss besteht aus 6

Eltern, 2 Erziehern und der Leitung/Träger. Die Wahlperiode beträgt 1 Kita-Jahr. Sechsmal im Jahr

findet eine Kita – Ausschuss-Sitzung statt.

Die Mitglieder unterstützen die Kindertagesstätte bei der Durchführung von Festen und

Veranstaltungen. Sie sind Mittler zwischen Eltern und Erzieher/innen bei allen Angelegenheiten. Der Kita –

Ausschuss arbeitet ebenfalls mit dem Förderverein zusammen.


Förderverein


Seit 2005 gibt es den Förderverein, welcher zu gezielten Aktionen zusammentrifft. Dieser hat sich zum

Ziel gesetzt, Aktivitäten der Kita zu unterstützen, sowie notwendige Anschaffungen zu finanzieren.

Quartalsweise finden große Veranstaltungen, organisiert vom Förderverein, statt.

Der Förderverein sammelt Spenden sowie Gelder und unterstützt die Kindertagesstätte bei größeren

Anschaffungen finanziell. Durch die Unterstützung des Fördervereins konnte z.B. die große Edelstahl-

Wasserspielanlage und ein Krippenwagen angeschafft werden.

Das Konzept trat am 01.Februar 2015 in Kraft und wird alle 6 Monaten überprüft und überarbeitet.


 

 

 

Kerstin & Harald Krause

Träger und Leitung

Gersdorffstrasse 7 & 44

Krausestrasse 44

15517 Fürstenwalde 

 

Tel.: 03361 / 309227

Fax.:03361 / 749987

Eine E-Mail senden 


 

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten

Mo-Fr  Montag-Freitag:   5:30-19:30 Uhr
Sa  Samstag:   Geschlossen
So  Sonntag:   Geschlossen


 

 

 


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 Letzte Änderung:  20.04.2018

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